Schwesternhäuser in Bamberg (13. - 19. Jahrhundert) - Möglichkeiten und Grenzen weiblicher Lebensgestaltung




Professorship/Faculty: Frühere Fakultät Geschichts- und Geowissenschaften 
Author(s): Festerling, Christina
Alternative Title: Sister houses in Bamberg (13th - 19th century)
Publisher Information: Bamberg : opus
Year of publication: 2006
Pages / Size: VII, 699 S. : Kt.
Supervisor(s): Schneidmüller, Bernd
Language(s): German
Remark: 
Bamberg, Univ., Diss., 2006
URN: urn:nbn:de:bvb:473-opus-876
Document Type: Doctoralthesis
Abstract: 
Im 12. und 13. Jahrhundert entwickelten sich auch in Bamberg neben den schon bestehenden monastischen Lebensformen neue Modelle religiösen Lebens für Frauen. Zu diesen neuen Möglichkeiten gehörte auch die beginische Lebensweise in sogenannten Schwesternhäusern. Die Arbeit analysiert die Entwicklungen der Bamberger Gemeinschaften vom ersten Auftauchen in den Quellen Ende des 13. Jahrhunderts bis ins 19. Jahrhundert. Die meisten der 35 mittelalterlichen Schwesterngemeinschaften entstanden zwischen 1350 und 1400, sie waren ein bedeutendes Element der bürgerlichen Frömmigkeit und Sozialfürsorge. Im Zentrum der Untersuchung stehen aber nicht nur die Schwesternhäuser, die u.a. als "Armenhaus" und 'Amazonenstaat' beschrieben wurden, sondern auch das Leben ihrer Bewohnerinnen als aktiv Handelnde. Es werden detaillierte Einblicke in die Vielschichtigkeit weiblichen Lebens in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bamberg ermöglicht. Während in vielen anderen Städten die dortigen Gemeinschaften zumeist spätestens im 16. Jahrhundert verschwanden, konnten sich in Bamberg sechs der aus dem Mittelalter stammenden Schwesternhäuser bis in die Neuzeit behaupten und ein weiteres wurde sogar erst im 17. Jahrhundert gegründet. Die Verfasserin löst sich somit von der sonst üblichen Fixierung auf das Mittelalter und erfasst, dokumentiert und analysiert einen epocheübergreifenden Entwicklungsprozeß.

During the twelfth and thirteenth centuries it was also in Bamberg that new forms of religious life for women emerged besides older monastic communities. One of those is the beguine way of life in sister houses. This dissertation will examine the development of these communities in Bamberg from their first appearance in written sources at the end of the thirteenth until the nineteenth century. Most of the thirty-five medieval sister houses were founded between 1350 and 1400, they were an important element in civil piety and social welfare. The examination focuses not only on the sister houses, which were often described as poorhouses and ‘Amazonestates’, but also on the every-day life of their inhabitants like active women. It gives an insight into the complexity of female life in medieval and early modern times in Bamberg. While the communities had disappeared at the latest in the sixteenth century in many other towns, six medieval sister houses continued to exist in Bamberg until modern times. There was even another one founded in the 17th century. Thus the authoress breaks away from the usual preoccupation with the Middle Ages and gives a comprehensive analysis of an epoch-overlapping process.
SWD Keywords: Bamberg / Beginen / Schwesternhaus / Geschichte 1280-1840 / Online-Publikation
Keywords: Frauen , Bamberg , Dienstmagd , Alter, Beginen, beguines , sister house, Frauen, Bamberg, Dienstmagd, Alter, Beginen, beguines, sister house
DDC Classification: 230 Christianity & Christian theology 
RVK Classification: NS 2570   
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/89
Release Date: 19. April 2012

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