Bonizo von Sutri, die “Sammlung in zwei Büchern/acht Teilen” und das Gespenst der gregorianischen Zwischensammlung




Faculty/Professorship: Auxiliary Sciences of History  
Author(s): Rolker, Christof  
Title of the Journal: Bulletin of medieval canon law N.S.
ISSN: 0146-298
Corporate Body: University of California Berkeley \/ Institute of Medieval Canon Law
Stephan Kuttner Institute of Medieval Canon Law, München
Publisher Information: Washington, D.C. : The Catholic University of America Press
Year of publication: 2019
Volume: 35
Pages: 55-106
Language(s): German
Abstract: 
Die Forschung zu vorgratianischen Kirchenrechtssammlungen hat seit langer Zeit die Existenz von "gregorianischen Zwischensammlungen" postuliert, die im späten 11. Jahrhundert entstanden seien und eine wichtige Rolle bei der Überlieferung spätantiker Rechtstexte gespielt hätten. Nachweise zur tatsächlichen Überlieferung, Inhalten und Formen dieser Sammlungen sind allerdings selten geblieben. Die vorliegende Studie weist nach, dass "gregorianischen Sammlungen" im üblichen Sinn des Wortes für die meisten Sammlungen des 11./12. Jahrhunderts keine relevante Rolle gespielt haben können. Gleichzeitig weist die Studie nach, dass Bonizo von Sutri auf eine "Zwischensammlung" zurückgegriffen hat, die nachweislich auch von anderen Kompilatoren seiner Zeit genutzt wurde; durch einen Vergleich dieser Sammlungen lassen sich Umfang, Inhalt und sogar Struktur dieser verlorenen Zwischensammlung relativ präzise rekonstruieren. Die Befunde widerlegen verschiedene in der Forschung verbreitetete Hypothesen zur Entstehung insbesondere der italienischen Rechtssammlungen des 11. und 12. Jahrhunderts.
GND Keywords: Bonitho, Sutrinus ; Kanonisches Recht
Keywords: Canon law, textual criticism, Bonizo of Sutri, manuscripts, codicology
DDC Classification: 940 History of Europe  
RVK Classification: NV 5350   
Peer Reviewed: Ja
International Distribution: Ja
Type: Article
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/50303
Release Date: 7. July 2021
Project: Clavis canonum 2.0: Bridging the gap in medieval canon law history