Čy bačennja i mova tvorjat' svit i vedut' ljudynu na ščastja? Ključovi dumky ukrajins'kogo filosofa Grygorija Skovorody (1722-1794)





Faculty/Professorship: Slavic Literary Studies  
Author(s): Erdmann, Elisabeth von  
Alternative Title: Sehen und Sprache erschaffen die Welt und führen den Menschen zum Glück? Grundgedanken des ukrainischen Philosophen Hryhorij Skovoroda (1722-1794)
Publisher Information: Bamberg : Otto-Friedrich-Universität
Year of publication: 2021
Pages: 7-33
Source/Other editions: Antyčnyj epos v interpretacij Skovorody : Filosofs'ki konteksty ta kul'turni vidgomony ; Materialy III Mižnarodnogo Skovorodyns'kogo kolokviumu, Kyjiv, 11-12 červnja 2015 roku. Charkiv : Vidavnictvo Majdan, 2019, S. 11-37. - ISBN 978-966-372-743-1
Year of first publication: 2019
Language(s): Other Language
DOI: 10.20378/irb-49310
Licence: German Act on Copyright 
URN: urn:nbn:de:bvb:473-irb-493109
Abstract: 
Denken und Poetik des ukrainischen Philosophen H. Skovoroda werden durch das Konzept der philosophia perennis, der einen Weisheit zu verschiedenen Zeiten als Teilhabe an der göttlichen Weisheit lesbar. Dieser Kontext ermöglicht die kohärente Lektüre seiner Schriften und erklärt die Form, in der sich sein Leben abgespielt hat.

Nach einer kurzen Einordnung in die Forschung werden Skovorodas Leben und Denken im Kontext von Freimaurertum und Aufklärung betrachtet. Dem schließt sich der Aufruf der Tradition der philosophia perennis an, die eine stimmige und alle Aspekte umfassende Deutung seiner Texte ermöglicht. Besondere Beachtung erfordern dabei der Gottesbegriff und die Bildtheorie der philosophia perennis, die systematisch Analogie und Typologie realisieren und damit alle Denkfiguren, Bilder, Wissenssysteme, Texte und Aussagen derselben Struktur einordnen. Dadurch kann das Konzept der göttlichen Weisheit als Paradigma der philosophia perennis-Tradition in den Schriften Skovorodas wahrgenommen werden. Diese Tradition erklärt, wie Skovoroda Philosophie, Theologie und Poetik als konsequente Teilhabe an der göttlichen Weisheit konzipiert und alles als ein Bild Gottes behandelt und begründet.

Die Eigenschaften des Denkens von Skovoroda zeigen die von ihm in seinen Schriften und Aussagen geforderte und praktizierte Poetik und Hermeneutik als eine Realisierung der Zeichenhaftigkeit der Welt als Bild und Spur Gottes im Medium der Sprache. Skovorodas Welterklärung entfaltet sich nach dem Vorbild der Bibel in ihrer christlich-allegorisch-typologischen Auslegungstradition. Poetik erhält die Aufgabe, die göttliche Schöpfung fortzuführen und fortzuschreiben.
GND Keywords: Skovoroda, Hryhorij Savyč
Keywords: Skovoroda; Allegorie; Ambivalenz; Analogie; antike Philosophie/philosophia perennis; Bewusstsein; Schöpfung; Freude; Wissen; Partizipation; Sicht; Typologie
DDC Classification: 890 Other literatures  
RVK Classification: KL 6835   
International Distribution: Ja
Type: Contribution to an Articlecollection
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/49310
Release Date: 12. April 2021

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