Sehen und Sprache erschaffen die Welt und führen den Menschen zum Glück? : Grundgedanken des ukrainischen Philosophen Hryhorij Skovoroda (1722-1794)




Faculty/Professorship: Slavic Literary Studies  
Author(s): Erdmann, Elisabeth von  
Alternative Title: Чи бацення і мова творять світ і ведуть людину я щастя? Ключові думки українського філософа Ґригорія Сковороди (1722-1794)
Publisher Information: Bamberg : Otto-Friedrich-Universität
Year of publication: 2021
Pages: 53
Language(s): German
DOI: 10.20378/irb-49029
Licence: German Act on Copyright 
URL: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/48660
URN: urn:nbn:de:bvb:473-irb-490293
Abstract: 
Denken und Poetik des ukrainischen Philosophen H. Skovoroda werden durch das Konzept der philosophia perennis, der einen Weisheit zu verschiedenen Zeiten als Teilhabe an der göttlichen Weisheit lesbar. Dieser Kontext ermöglicht die kohärente Lektüre seiner Schriften und erklärt die Form, in der sich sein Leben abgespielt hat.

Nach einer kurzen Einordnung in die Forschung werden Skovorodas Leben und Denken im Kontext von Freimaurertum und Aufklärung betrachtet. Dem schließt sich der Aufruf der Tradition der philosophia perennis an, die eine stimmige und alle Aspekte umfassende Deutung seiner Texte ermöglicht. Besondere Beachtung erfordern dabei der Gottesbegriff und die Bildtheorie der philosophia perennis, die systematisch Analogie und Typologie realisieren und damit alle Denkfiguren, Bilder, Wissenssysteme, Texte und Aussagen derselben Struktur einordnen. Dadurch kann das Konzept der göttlichen Weisheit als Paradigma der philosophia perennis-Tradition in den Schriften Skovorodas wahrgenommen werden. Diese Tradition erklärt, wie Skovoroda Philosophie, Theologie und Poetik als konsequente Teilhabe an der göttlichen Weisheit konzipiert und alles als ein Bild Gottes behandelt und begründet.

Die Eigenschaften des Denkens von Skovoroda zeigen die von ihm in seinen Schriften und Aussagen geforderte und praktizierte Poetik und Hermeneutik als eine Realisierung der Zeichenhaftigkeit der Welt als Bild und Spur Gottes im Medium der Sprache. Skovorodas Welterklärung entfaltet sich nach dem Vorbild der Bibel in ihrer christlich-allegorisch-typologischen Auslegungstradition. Poetik erhält die Aufgabe, die göttliche Schöpfung fortzuführen und fortzuschreiben.
GND Keywords: Skovoroda, Hryhorij Savyč, 1722-1794
Keywords: Skovoroda; Allegorie; Ambivalenz; Analogie; antike Philosophie/philosophia perennis; Bewusstsein; Schöpfung; Freude; Wissen; Partizipation; Sicht, Typologie
DDC Classification: 890 Other literatures  
RVK Classification: KL 6835   
Type: Workingpaper
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/49029
Release Date: 8. March 2021

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