Konstruierte Männlichkeit : hygienische Reformliteratur, Prosatexte und Ego-Dokumente im Wilhelminismus und in der Weimarer Republik





Faculty/Professorship: European Ethnology  
Author(s): Sandner, Daniela
Alternative Title: Creating Masculinity. Reform Literature, Prose, and Autobiographical Documents in Wilhelmine and Weimar Germany
Publisher Information: Bamberg : Otto-Friedrich-Universität
Year of publication: 2019
Pages: 383 ; Illustrationen
Series ; Volume: Veröffentlichungen zur Volkskunde und Kulturgeschichte ; 106
Supervisor(s): Alzheimer, Heidrun
Year of first publication: 2018
Language(s): German
Remark: 
Dissertation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2018; Parallel erschienen als Druckausgabe im Verlag der Bayerischen Blätter für Volkskunde Würzburg. Preis: 15 €; Bestellungen an: Universität Bamberg, Lehrstuhl für Europäische Ethnologie, Email: sekretariat.euroethno@uni-bamberg.de
DOI: 10.20378/irb-46531
Licence: German Act on Copyright 
URL: https://www.uni-bamberg.de/hist/europaeische-et...
URN: urn:nbn:de:bvb:473-irb-465312
Abstract: 
Daniela Sandner befasst sich in ihrer Dissertation mit den Entwürfen von Männlichkeit in der Zeit des Wilhelminismus und der Weimarer Republik. Sie untersucht hierfür hauptsächlich hygienische Ratgeber, aber auch Prosatexte und Ego-Dokumente, die hygienisches Wissen reflektierten. Die induktiv angelegte Dispositivanalyse setzt sich mit Charakterzuschreibungen, Körperbildern und Verhaltensvorschriften in Bezug auf Ehe, Sexualität und Vaterschaft sowie mit den Anforderungen an die Geschlechter in einer dem Wandel unterzogenen Gesellschaft auseinander. Sandner fragt, in Anlehnung an Andrea Bührmann, nicht nur nach der Entstehung des hygienischen Geschlechterdispositivs, sondern auch nach prominenten Diskursstrategien. Deutlich wird, dass Männlichkeit einer rigiden Programmatik unterworfen war, die in hygienischen Texten besonders stark hervortrat. Hygieniker*innen, die in der Regel praktizierende Ärzt*innen waren, kam bei der Zuschreibung von geschlechtlichen Stereotypien eine besondere Deutungshoheit zu. Augenfällig ist die diskursive Verschränkung von individueller Handlungsmacht und gesellschaftlicher Indienstnahme. Die Forschungsfrage geht damit über vorhandene Fachliteratur, die sich im Wesentlichen mit der Konstruktion weiblicher Rollenzuschreibungen befasst, hinaus und erschließt neue Fragestellungen.
GND Keywords: Männlichkeit ; Männerbild ; Geschichte 1890-1933
Keywords: Männlichkeit, Geschlecht, Wilhelminismus, Weimarer Republik, Diskurs, Wissen, Hygiene, Dispositiv,, Körper, Hygiene, Ehe, Sexualität, Vaterschaft, Andrea Bührmann, Michel Foucault, Stereotype, Individuum, Gesellschaft,
DDC Classification: 390 Customs, etiquette & folklore  
RVK Classification: LB 44015   
Type: Doctoralthesis
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/46531
Release Date: 6. December 2019

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