Ausdifferenzierungs- und Institutionalisierungsprozesse in der strategischen Organisationskommunikation. Fallstudie zur Organisation der Unternehmenskommunikation





Faculty/Professorship: Professur für Kommunikationswissenschaft, insbesondere Organisationskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Author(s): Hoffjann, Olaf  
Title of the compilation: Kommunikationsmanagement
Editors: Bentele, Günter; Piwinger, Manfred; Schönborn, Gregor
Publisher Information: Neuwied : Luchterhand
Year of publication: 2019
Pages: 42
ISBN: 978-3-472-04906-7
Language(s): German
Abstract: 
Die verschiedenen Forschungsdiskurse zur strategischen Kommunikation erlebten ihre kopernikanische Wende vor etwa 35 Jahren: Während sich bis dahin die PR-Forschung vor allem für Corporate-Themen, die Marketingkommunikations- und mir ihr die Werbeforschung hingegen vor allem für absatzbezogene Fragen interessierte, machten Vertreter beider Schulen damals die Entdeckung, dass ihre Untersuchungsbereiche beide Teil der (strategischen) Organisationskommunikation sind. Seither prägen Begriffe wie Unternehmenskommunikation, Organisationskommunikation, strategische Kommunikation oder Kommunikationsmanagement den Diskurs und suggerieren, dass man stets das ‚große Ganze’ im Blick habe.
Diesen Anspruch lösen zahlreiche theoretische Beschreibungen ein, denen es gelingt, aus einer organisationstheoretischen Perspektive die Breite der Organisationskommunikation zu beschreiben. Diesem Reichtum an theoretischen Beschreibungen steht eine Armut an überzeugenden empirischen Untersuchungen gegenüber. Vorliegende Studien beschränken sich fast immer auf einen Bereich: Im Kern basieren sie entweder auf Befragungen von Vertretern der PR bzw. der (unternehmensbezogenen) Unternehmenskommunikation oder des Marketings – und sind damit allenfalls ‚Stadtpläne’ der jeweiligen Kommunikationsdisziplin. Diese ‚halbierte’ empirische Forschung zur Organisations- bzw. Unternehmenskommunikation führt auch zu Problemen bei der Erforschung von Veränderungsprozessen: Eine Untersuchung von Ausdifferenzierungs-, vor allem aber von Entgrenzungsprozessen braucht mehr als die Befragung nur eines Vertreter der Organisations- bzw. Unternehmenskommunikation.
Hier setzt der Beitrag an: Ziel ist es zunächst, einen analytischen Rahmen zu entwickeln, mit dem die Organisationskommunikation mit ihren Teilen und vor allem Veränderungsprozesse wie z.B. Ausdif-ferenzierungen und Entgrenzungen beschrieben werden können. Dieser theoretische Rahmen ist die Basis für die empirische Erforschung strategischer Organisationskommunikation im Allgemeinen sowie von Veränderungsprozessen im Besonderen. Als Forschungsansatz für diese explorative Studie wird dabei die Einzelfallstudie gewählt. Damit soll eine Landkarte strategischer Unternehmenskommunikation entwickelt werden.
Peer Reviewed: Nein
Type: Contribution to an Articlecollection
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/46226
Year of publication: 21. August 2019