Eine universelle Erforschung komplexer Lebenswelten : Plädoyer für interdisziplinäres Forschen in einer ländlichen Hochschullandschaft





Faculty/Professorship: Communication Studies  
Author(s): Haller, André
Title of the compilation: zukunftsdesign – offen. innovativ. machen
Editors: Hoffmann, Mark; Löffl, Josef; Luo, Xun; Thar, Werner; Valeva, Milena; Zagel, Christian
Publisher Information: Göttingen : Cuvillier Verlag
Year of publication: 2017
Pages: 126-131
ISBN: 978-3-7369-9565-9
Series ; Volume: Zwischen den Welten
Language(s): German
Abstract: 
„Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“ – dieses Zitat, unter anderem Karl Valentin und Winston Churchill zugeschrieben, zeigt eine zentrale Widersprüchlichkeit modernen Lebens auf. Gültige Prognosen für zukünftige Ereignisse sind aufgrund einer Lebenswelt, die durch Zufälle und Schicksalsereignisse geprägt ist, nahezu unmöglich. Zahlreiche Beispiele belegen diese These: Wer hätte vor dem Reaktorunfall von Fukushima 2011 gedacht, dass die deutsche Bundesregierung innerhalb kürzester Zeit den Ausstieg aus der Nuklearenergie besiegelt? Wer hätte vor dem 11. September 2001 angenommen, dass Passagiermaschinen als fliegende Massenvernichtungswaffen genutzt werden können? Die beiden Fallbeispiele zeigen, dass modernes Leben von einer hohen Unsicherheit geprägt ist. Forscher zahlreicher Disziplinen beschäftigen sich mit diesen Unsicherheiten und versuchen mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden zukünftige Ereignisse und Trends zu bestimmen. Zukunftsforschung beschäftigt sich aber nicht nur mit Krisensituationen, sondern auch mit technologischen Innovationen. Der Master-Studiengang „Zukunftsdesign“ hat es sich zum Ziel gesetzt, die Möglichkeit zukünftiger Innovationen zu erforschen. Er richtet sich dabei explizit an Absolventen verschiedenster Fächer. Zukünftige Entwicklungen sind stets interdisziplinär hinsichtlich ihrer sozialen, wirtschaftlichen und technologischen Resultate zu betrachten. In der Online-Darstellung des Studienprogramms wird daher betont, dass Innovationsforschung „[…] zeigt, dass die Chancen für zukunftsgerichtete Entwicklungen an den Schnittstellen der Fachdisziplinen liegen und sich nur in interdisziplinären Settings erschließen lassen.“ (HS Coburg, 2017a). Dieses Kapitel fokussiert sich auf zwei Aspekte, die der Studiengang mit sich bringt: Erstens, seine interdisziplinäre Ausrichtung und zweitens, den Effekten für den ländlichen Raum Bayerns. Der Aufsatz stellt dabei ein Plädoyer für fächerübergreifendes Arbeiten und für die Stärkung der ländlichen Regionen vor. Der erste Abschnitt beschäftigt sich mit Interdisziplinarität in der Zukunftsforschung und zeigt mögliche Anknüpfungspunkte zwischen verschiedenen Fächern im Rahmen des Studiengangs auf. Der zweite Teil des Textes beschreibt die Möglichkeiten für ländliche Räume, die durch die Etablierung und Vernetzung von Hochschulen entstehen können.
Keywords: Zukunftsdesign, Zukunftsforschung, Futurologie, Interdisziplinarität
Peer Reviewed: Nein
International Distribution: Nein
Type: Contribution to an Articlecollection
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/42215
Year of publication: 24. July 2017