Die Darstellung von Hillary Clinton und Donald Trump in einer deutschen Qualitätszeitung : eine Untersuchung des Framings im US-Wahlkampf 2016




Faculty/Professorship: Communication Studies  
Author(s): Michael, Hendrik ; Seeber, Lucas ; Haller, André
Title of the Journal: kommunikation.medien
ISSN: 2227-7277
Corporate Body: Universität Salzburg
Publisher Information: Salzburg
Year of publication: 2017
Volume: 8
Issue: Themenschwerpunkt „Politische Kommunikation in turbulenten Zeiten"
Pages: 24 ; Online-Ressource
Language(s): German
URL: http://eplus.uni-salzburg.at/JKM/periodical/tit...
Abstract: 
Die Studie untersucht die Darstellung von Hillary Clinton und Donald Trump in den Leitartikeln der Süddeutschen Zeitung (SZ) im Zeitraum vom 08.11.2015 bis 18.08.2016. Der Aufsatz verfolgt das explorative Ziel, typische Framing-Muster der Berichterstattung über den US-Wahlkampf 2016 herauszuarbeiten. Anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse wurden drei Framing-Dimensionen analysiert: 1.) Die Darstellung des Wahlkampfes und der Wahlkampfthemen, 2.) die Darstellung der Politikerin und des Politikers und 3.) die sprachliche Gestaltung der Texte. Hinsichtlich der Wahlkampfdarstellung zeigt sich, dass die USA als gespaltene Nation und teilweise dysfunktionale Demokratie dargestellt werden. Auf der Ebene der Darstellung von Politikerinnen und Politikern wurde festgestellt, dass Clinton als erfahrene Politikerin des Establishments und Trump durchgängig als gefährlicher Demagoge, der eine Gefahr für die demokratische Verfassung darstellt, geframed werden. Auf sprachlicher Ebene arbeiten die SZ-Texte mit extremen Vergleichen: Trump wird mit autoritären und totalitären Herrschern, Clinton hingegen mit etablierten Politikerinnen und Politkern des linken Spektrums in Beziehung gesetzt. Zusammengefasst zeigen die Ergebnisse, dass die Leitartikel eine recht eindeutige Gegenüberstellung Clintons und Trumps machen und weitestgehend auf Differenzierungen hinsichtlich der Sachthemen verzichten. Demokratietheoretisch betrachtet kann ein mediales Freundin-/Feindin- oder Freund-/Feind-Schema den politischen Diskurs gefährden, da es zur weiteren Polarisierung gegensätzlicher politischer Lager beitragen kann.
Keywords: Framing, Politische Kommunikation, Wahlkampf, Inhaltsanalyse, USA
Peer Reviewed: Ja
International Distribution: Ja
Open Access Journal: Ja
Type: Article
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/42191
Year of publication: 3. July 2017