Unterrichtliche Determinanten der Schreibkompetenz in der Primarstufe : wie wirken sich Aufgabenstellung und individuelle Lernunterstützung auf die Textqualität im Anfangsunterricht aus?





Faculty/Professorship: Primary Education  ; Fakultät Humanwissenschaften: Abschlussarbeiten 
Author(s): Kürzinger, Anja
Publisher Information: Bamberg : opus
Year of publication: 2018
Pages: 62, 22, 29 ; S. 107-135: Illustrationen
Supervisor(s): Carstensen, Claus H. ; Pohlmann-Rother, Sanna
Year of first publication: 2017
Language(s): German
Remark: 
Kumulative Dissertation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2017
DOI: 10.20378/irbo-48822
Licence: German Act on Copyright 
URN: urn:nbn:de:bvb:473-opus4-488221
Abstract: 
Den Ausgangspunkt der vorliegenden Dissertation bildet die Frage, welche unterrichtlichen Bedingungsfaktoren als Erklärung für die individuelle Schreibperformanz in der Primarstufe herangezogen werden können. Vor dem Hintergrund eines elementaren Forschungsdesiderats werden im Rahmen von fünf Einzelbeiträgen Schreibfähigkeiten in Klasse 1 auf breiter Basis empirisch-quantitativ analysiert und mit der Prozessqualität von Schreibunterricht in Verbindung gebracht.
Durch die Integration theoriebasierter, schreibdidaktischer Überlegungen mit der empirischen, videogestützten Unterrichtsforschung lässt sich das Forschungsvorhaben interdisziplinär verorten. So erfolgt die Modellierung der Konstrukte auf Basis fachdidaktischer Grundlagen, die mit psychometrischen Anforderungen an die Operationalisierung verbunden werden.
Dabei greift die Arbeit, die in das DFG-Projekt NaSch1 (Narrative Schreibkompetenz in Klasse 1) eingebettet ist, auf 49 Unterrichtsvideos und 540 Texte aus der ersten Jahrgangsstufe der PERLE-Studie (Persönlichkeits- und Lernentwicklung von Grundschulkindern) zurück.
Die Befunde zeigen, dass sich bereits im Anfangsunterricht komplexere, funktional-pragmatische Schreibfähigkeiten entwickeln, die sich in zwei Subdimensionen (semantisch-pragmatischer und sprachsystematischer Faktor) von Schreibkompetenz differenzieren lassen. Unter Kontrolle des Geschlechts der Lernenden sowie ihrer schriftsprachbezogenen Vorläuferfähigkeit (Buchstabenkenntnis) wirken sich vor allem präzise, verständliche Aufgabenstellungen und evaluative sowie lösungsorientierte Lernunterstützungen auf die Qualität der individuellen Schreibleistungen aus. Neben diesen Wirkungsanalysen liegen auch detaillierte deskriptive Ergebnisse zur unterrichtlichen Sicht- und Tiefenstruktur vor, die Einblicke in das Lehrerhandeln und die Praxis des Schreibunterrichts in Klasse 1 ermöglichen.
Diese Befunde werden in dem vorliegenden Rahmentext unter Berücksichtigung der methodischen Vorgehensweise kritisch diskutiert und um Implikationen für die Schreibdidaktik und Schreib- bzw. Unterrichtsforschung erweitert.
GND Keywords: Unterrichtsforschung ; Grundschule ; Grundschulkind ; Anfangsunterricht ; Schreibunterricht
DDC Classification: 370 Education  
RVK Classification: DK 3019     DP 3100     DP 4000   
Type: Doctoralthesis
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/41706
Year of publication: 16. January 2019

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