Gewicht abnehmen : Aber wie?





Professorship/Faculty: Clinical Psychology and Psychotherapy  
Authors: Hermanns, Norbert
Title of the Journal: Der Diabetologe
ISSN: 1860-9724
Publisher Information: Berlin ; Heidelberg [u.a.] : Springer
Year of publication: 2012
Pages / Size: Seite 1-2
Language(s): German
DOI: 10.1007/s11428-012-0902-5
URL: http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs114...
Document Type: Article
Abstract: 
Diese Studie bestätigt zum wiederholten Mal, dass differenzielle Ernährungsempfehlungen – obwohl physiologisch gut begründbar – keine unterschiedlichen Effekte auf das Körpergewicht oder die metabolische bzw. die glykämische Kontrolle haben, wenn der Gesamtenergiegehalt der Nahrung vergleichbar ist. Ob diese Nachricht ausreichend Anlass für Facebook-Partys übergewichtiger Menschen in Fast-Food-Restaurants bietet, zu denen es nach der Ausstrahlung der oben genannten Sendung gekommen ist, mag dahingestellt sein, v. a. wenn man die Einschränkung „bei vergleichbarem Kalorienverzehr“ beachtet“.

Die Gründe für das wiederholte Ergebnis [1, 2], nach dem spezifische Diäten keine signifikanten differenziellen Effekte auf Körpergewicht und Risikofaktoren ausüben, sind wahrscheinlich vielfältig. Zum einen mögen, wie auch in dieser Studie, unterschiedliche Empfehlungen zur Nahrungszusammensetzung in der Praxis nur unzureichend umgesetzt werden. Zum anderen mag der Effekt einer unterschiedlichen Nahrungszusammensetzung gegenüber dem Effekt einer Kalorienrestriktion zurücktreten. Daher liegt es nahe, sich in der klinischen Praxis darauf zu konzentrieren, übergewichtigen Menschen Hilfestellungen zur Kalorienreduktion in ihrer Ernährung anzubieten, anstatt ihr Essverhalten mit komplizierten Ernährungsempfehlungen zu überfrachten.
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/41656
Release Date: 18. January 2017