Kann Diabetesscreening die Mortalität senken?





Professorship/Faculty: Lehrstuhl für Klinische Psychologie/Psychotherapie 
Author(s): Hermanns, Norbert
Title of the Journal: Der Diabetologe
ISSN: 1860-9724
Publisher Information: Berlin ; Heidelberg [u.a.], Springer : Springer
Year of publication: 2012
Volume: 8
Issue: 7
Pages / Size: 584–586
Language(s): German
DOI: 10.1007/s11428-012-0990-2
URL: http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs114...
Document Type: Article
Abstract: 
Dieses Studienergebnis ist auch aufgrund der oben beschriebenen methodischen Probleme sicherlich kein Grund, eine bewährte Praxis zur Diabetesfrüherkennung, wie sie etwa in Vorsorgeuntersuchungen angeboten wird, aufzugeben. Allerdings zeigt sich auch bei der Diabetesprävention und -früherkennung, dass die Dinge differenzierter betrachtet werden müssen. Einmalige „Präventions-“ oder „Früherkennungs-Events“ mit Diabetesrisikofragebogen und -Scores scheinen nur von begrenztem Wert zu sein. Denn ein Diabetesscreening ist im Wesentlichen eine diagnostische Maßnahme, von der nicht automatisch eine therapeutische Wirkung ausgeht. Ist eine Screeningmaßnahme nicht in ein strukturiertes Diabetespräventionskonzept eingebunden, wird von der Feststellung eines erhöhten Diabetesrisikos oder gar einer manifesten Diabeteserkrankung allein noch keine Verbesserung der Diabetesprognose zu erwarten sein. Wichtiger ist ein strukturiertes Diabetesfrüherkennungs- und präventionsprogramm, in dem definiert wird, wer und in welchen Abständen an einem Diabetesscreening teilnehmen sollte und welche Konsequenzen aus den Screeningbefunden im Hinblick auf Lebensstilmodifikation und/oder medikamentöse Diabetesbehandlung zu ziehen sind.
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/41629
Release Date: 18. January 2017