Agiert die Bundesnetzagentur beim Netzausbau als Agent oder als Treuhänder?




Professorship/Faculty: Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft 
Author(s): Fink, Simon; Koch, Felix Julian
Title of the Journal: Der moderne Staat : dms ; Zeitschrift für Public Policy, Recht und Management
ISSN: 1865-7192
Publisher Information: Leverkusen : Budrich
Year of publication: 2016
Volume: 9
Issue: 2
Pages / Size: 277-288
Language(s): German
Licence: German Act on Copyright 
Document Type: Article
Abstract: 
Der Artikel wendet die in der Delegationstheorie
etablierte Unterscheidung zwischen Treuhänder und
Agent an, um die Rolle der Bundesnetzagentur bei
der Steuerung des Stromnetzausbaus zu analysieren.
Die Bundesnetzagentur hat eine zentrale Rolle beim
Netzausbau, da sie den Szenariorahmen genehmigt.
Die Festlegungen des Szenariorahmens ist wiederum
die Grundlage für die gesamte weitere Netzplanung.
Dabei könnte die Bundesnetzagentur als gebundener
Agent der Präferenzen von Bund und Länder vorge-
hen, oder als unabhängiger Treuhänder der Energie-
wende. Die empirische Analyse des ursprünglichen
Delegationsaktes zeigt, dass sie formal eine große
Unabhängigkeit genießt und viele Akteure sie als un-
abhängigen Treuhänder sehen. In ihrer Entschei-
dungspraxis agiert sie aber nur selten gegen die Prä-
ferenzen der Bundesländer. Echte Verteilungskon-
flikte über den Zubau von Windenergie müssen wei-
terhin zwischen Bund und Ländern gelöst werden.
Eine Steuerung der Energiewende durch die Bundes-
netzagentur findet daher kaum statt.
Peer Reviewed: Ja
International Distribution: Nein
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/41599
Release date: 16. January 2017