Differenzielle Aspekte der Wirksamkeit einer verhaltensmedizinischen Mikro-Intervention bei nicht-kardialem Brustschmerz. Eine Analyse der Anwendbarkeit




Professorship/Faculty: Lehrstuhl für Klinische Psychologie/Psychotherapie ; Professur für Pathopsychologie 
Author(s): Schroeder, Stefanie; Martin, A.
Pages / Size: 1 pdf-Datei (1 S.)
Language(s): German
Corporate Body: 34. Symposium Klinische Psychologie und Psychotherapie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, 5. - 7. Mai 2016, Bielefeld
Publisher Information: Bamberg : OPUS
Year of publication: 2016
Abstract: 
Hintergrund
Brustschmerzen ohne kardiopathologisches Korrelat (nicht-kardiale Brustschmerzen, NCCP) sind mit deutlichen emotionalen und funktionellen Beeinträchtigungen assoziiert. Die reine ärztliche Rückversicherung über unauffällige kardiopathologische Befunde hat sich als nicht ausreichend erwiesen um Betroffene langfristig zu beruhigen. Entsprechende psychologische Interventionen haben sich bislang grundsätzlich als wirksam erwiesen, die Befundlage zu Mikro-Interventionen ist jedoch uneinheitlich. Aspekte der differenziellen Wirksamkeit sind bislang nicht untersucht, zu erwarten ist ein moderierender Einfluss der subjektiven Rückversichertheit nach Rückmeldung unauffälliger Befunde, welche im Verlauf häufig deutlich absinkt.

Zielsetzung
Eine auf Krankheitsrepräsentationen und Bewältigungsstrategien ausgerichtete verhaltensmedizinische Mikro-Intervention wurde entwickelt und in einem randomisiert-kontrollierten Studiendesign hinsichtlich ihrer differenziellen Wirksamkeit evaluiert.

Diskussion
Die Intervention zeigte keine generelle Wirksamkeit, dennoch verdeutlichen die Ergebnisse die Bedeutung eines selektiven Angebots psychologischer Interventionen bei NCCP, abhängig vom Belastungsniveau der Betroffenen nach Befundrückmeldung. Für Patienten mit geringer Rückversichertheit scheint eine Mikro-Intervention nicht geeignet, wahrscheinlich zu kurz. Für Patienten mit hoher Rückversichertheit scheint eine Mikro-Intervention hilfreich, obwohl sie zunächst keine Sorgen angeben.
Diese Ergebnisse entsprechen den Empfehlungen eines gestuften Versorgungsansatzes bei unspezifischen somatischen Beschwerden, wonach die Art der Intervention auf den Schwergrad der Belastung und Symptomatik angepasst werden sollte.
URN: urn:nbn:de:bvb:473-opus4-482067
Document Type: Conferenceobject
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/41346
Release date: 30. November 2016

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