Der Diskurs der deutschen Bundesregierung über Unternehmensverantwortung 1991–2013 - Freiheit in Verantwortung?




Professorship/Faculty: Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Internationales Management mit Schwerpunkt Europäisches Management 
Authors: Horzetzky, Johanna
Alternative Title: The German Government's Discourse on Corporate Responsibility 1991-2013 - Freedom in Responsibility?
Year of publication: 2016
Pages / Size: VIII, 395 Seiten : Illustrationen
ISBN: 978-3-86309-448-5
978-3-86309-449-2
Series ; Volume: Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg  ; 27
Supervisor(s): Engelhard, Johann ; Münch, Richard
Source/Other editions: Parallel erschienen als Druckausg. in der University of Bamberg Press, 2016 (21,00 EUR)
Language(s): German
Remark: 
Dissertation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2016
Link to order the print version: http://www.uni-bamberg.de/ubp/
Licence: German Act on Copyright 
URN: urn:nbn:de:bvb:473-opus4-481195
Document Type: Doctoralthesis
Abstract: 
Corporate Social Responsibility (CSR) wird heute in Deutschland auch im politischen Raum als Begriff verwendet, um an Unternehmen gerichtete Erwartungen hinsichtlich verantwortungsvollen Verhaltens zu formulieren. Unternehmensverantwortung in ihren vielfältigen Facetten hat jedoch in Deutschland – unabhängig von diesem Begriff – eine lange Tradition. In der Wissenschaft wird kontrovers diskutiert, ob die relativ neue Bezeichnung auch für eine veränderte Erwartung von Politik und Gesellschaft an Unternehmensverantwortung steht. Diese Frage ist nicht nur für den politischen sondern auch für den wirtschaftsinternen Diskurs von Interesse. Denn Legitimität wird Unternehmen nur dann zugesprochen, wenn sie den Erwartungen gerecht werden, die aus Politik und Gesellschaft an sie gerichtet werden. Die Haltung der Bundesregierung ist dabei von besonderer Bedeutung. Denn sie kann einerseits gesellschaftliche Erwartungen an Unternehmen beeinflussen. Andererseits kann sie bei einem Verlust von Legitimität Unternehmen rechtlich bindende Vorgaben machen. Es stellt sich also die Frage, ob aus der Verwendung des Begriffs CSR durch die Bundesregierung eine veränderte Erwartungshaltung gegenüber Unternehmen abgeleitet werden kann. Dieser Frage wird in einer auf der Wissenssoziologischen Diskursanalyse und der institutionellen Logik-Perspektive aufbauenden Analyse von Redemanuskripten aus dem Bundeskanzleramt der Jahre 1991 bis 2013 nachgegangen. Ergebnis dieser Analyse ist die Erkenntnis, dass die Veränderung eher gradueller Natur ist und einer zunehmenden Verantwortungszuschreibung der Bundesregierung an Unternehmen entstammt. Die Bundesregierung misst jedoch in dem untersuchten Zeitraum dem Fortbestand von Unternehmen eine grundlegende Bedeutung zu. Die eigene Aufgabe sieht sie darin, langfristig die Ziele Unternehmensverantwortung und Wirtschaftlichkeit am Standort Deutschland in Übereinstimmung zu bringen. Für Unternehmen ergibt sich daraus die Erkenntnis, dass die Zuschreibung von Verantwortung durch die Bundesregierung auch davon abhängt, ob die Regierung wirtschaftlichen Handlungsspielraum für Unternehmen in dem relevanten Bereich sieht. Auf die Wahrnehmung eines wirtschaftlichen Handlungsspielraums können Unternehmen in gesellschaftlichen Diskursen jedoch Einfluss nehmen. Auf diese Weise ist verantwortungsvolles Unternehmenshandeln nicht nur als Reaktion auf externe Verantwortungszuschreibung zu sehen. Sondern diese Verantwortungszuschreibung und damit letztlich auch der Inhalt von an sie gerichteten Erwartungen können von Unternehmen aktiv beeinflusst werden.
SWD Keywords: Deutschland |Bundesregierung| ; Corporate Social Responsibility ; Diskurs ; Geschichte 1991 - 2013
Keywords: Corporate Social Responsibility, Unternehmensverantwortung, Bundesregierung, Institutional Logics, Wissenssoziologische Diskursanalyse
DDC Classification: 320 Political Science 
RVK Classification: MG 15910   
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/41290
Release Date: 27. November 2016

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