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Auf der Suche nach dem idealen Match : Der Einfluss von Selbstdiskrepanz, Selbstwert und Gender auf das Verhalten auf Dating-Apps
Koch, Helena Noelle (2026): Auf der Suche nach dem idealen Match : Der Einfluss von Selbstdiskrepanz, Selbstwert und Gender auf das Verhalten auf Dating-Apps, Bamberg: Otto-Friedrich-Universität, doi: 10.20378/irb-114611.
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Other Contributing Persons:
Alternative Title:
The Role of Self-Discrepancy, Self-Esteem, and Gender in Dating App Behavior
Corporate Body:
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Publisher Information:
Year of publication:
2026
Pages:
Supervisor:
Language:
German
Remark:
Bachelorarbeit, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2026
DOI:
Abstract:
Die vorliegende Studie untersucht den Einfluss der Actual-Ideal-Selbstdiskrepanz im Merkmal Extraversion auf das Swipe-Verhalten von potenziellen Partner*innen auf Dating-Apps. Auf Basis der Selbstdiskrepanztheorie (Higgins, 1987) und weiterer theoretischer Annahmen und empirischer Befunde wurde angenommen, dass Personen mit hoher Selbstdiskrepanz in Extraversion kompensatorisches Verhalten zeigen. Dadurch sollten sie gezielt Partner*innen swipen, die ihr ideales Selbst verkörpern. Zudem wurden moderierende Effekte von Selbstwert und Gender sowie ein potenzieller Mediationseffekt des Selbstwerts explorativ untersucht. In einer experimentellen Online-Studie bewerteten 405 Teilnehmer*innen 16 KI-generierte Dating-Profile, die systematisch hinsichtlich Extraversion manipuliert wurden. Die Daten wurden mittels regressionsbasierter Modelle analysiert. Die Ergebnisse zeigten keine Unterstützung für die Kompensationshypothese. Hohe Actual-Ideal Selbstdiskrepanz im Merkmal Extraversion führte nicht dazu, dass extravertierte Profile vermehrt geswiped wurden. Stattdessen wurden extravertierte Profile signifikant seltener gewählt als introvertierte. Ferner zeigten explorative Analysen, dass eine höhere Actual-Ideal Selbstdiskrepanz im Merkmal Extraversion mit verstärktem Swipen von introvertierten Profilen assoziiert zu sein scheint. Selbstwert und Gender zeigten keine signifikanten Moderations- oder Mediationseffekte. Die Befunde deuten darauf hin, dass im schnellen, oberflächlichen Online-Dating-Kontext andere Faktoren wie Ähnlichkeits- und Selbstverifikationsmuster das Verhalten eher bestimmen als kompensatorische Muster. Die Ergebnisse unterstreichen die Kontextspezifität von Selbstdiskrepanz-Effekten und weisen auf methodische Limitationen künstlicher Dating-Paradigmen hin.
GND Keywords: ;
Selbstwertgefühl
Gender
Keywords: ; ; ; ;
Selbstdiskrepanz
Dating
Extraversion
Gender
Selbstwert
DDC Classification:
RVK Classification:
Type:
Masterthesis
Activation date:
April 20, 2026
Permalink
https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/114611