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Motivational-emotionale Orientierungen Fünfzehnjähriger bezüglich Mathematik in PISA 2022 : Zwischen Anstrengung und Selbstbild
Diedrich, Jennifer; Patzl, Sabine; Seßler, Sophie; u. a. (2025): Motivational-emotionale Orientierungen Fünfzehnjähriger bezüglich Mathematik in PISA 2022 : Zwischen Anstrengung und Selbstbild, in: Bamberg: Otto-Friedrich-Universität, S. 87–112.
Faculty/Chair:
Author:
Publisher Information:
Year of publication:
2025
Pages:
Source/Other editions:
Doris Lewalter, Jennifer Diedrich, Frank Goldhammer, u. a. (Hrsg.), PISA 2022 : Analyse der Bildungsergebnisse in Deutschland, Münster: Waxmann, 2023, S. 87–112, ISBN: 978-3-8309-4848-3
Year of first publication:
2023
Language:
German
Abstract:
Im Rahmen der PISA-Studie 2022 werden neben kognitiven Tests auch mathematikbezogene motivational-emotionale Faktoren, Einstellungen und Verhaltensweisen durch Selbsteinschätzung erfasst. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der mathematischen Kompetenz in der Schule. Fünfzehnjährige in Deutschlandberichten weniger Ängstlichkeit, eine höhere Selbstwirksamkeitserwartung hinsichtlich klassischer Mathematikaufgaben und stimmen häufger der Aussage zu, dass die mathematische Kompetenz sich nicht durch Lernen verändern lässt als Schüler*innen im OECD-Durchschnitt. Sie halten Mathematikkompetenz sogar für weniger veränderbar als Intelligenz. Gleichzeitig geben sie häufger an, sich im Unterricht anzustrengen, nehmen aber seltener an außerschulischen Lerngelegenheiten teil. Im Vergleich zu den Jungen, welche im Schnitt eine höhere mathematische Kompetenz aufweisen (s. Kapitel 3), berichten Mädchen eine höhere mathematikbezogene Ängstlichkeit, häufger negative Gefühle im Mathematikunterricht sowie eine niedrigere Selbstwirksamkeitserwartung in klassischen Mathematikaufgaben. Die Schüler*innen wurden auch gefragt, wie zuversichtlich sie sind, Herausforderungen, wie zum Beispiel dem Umgang mit Streuung in Datensätzen, bewältigen zu können. Allgemein schätzen sich die Fünfzehnjährigen in Deutschland in diesem Bereich weniger kompetent ein als ihre Peers im Durchschnitt der OECD-Staaten, wobei Mädchen niedrigere Selbstwirksamkeitserwartungen als Jungen zeigen. Dies sowie der negative Trend seit 2012 in der Selbstwirksamkeitserwartung in klassischen Aufgaben spricht für eine korrekte Selbsteinschätzung Jugendlicher in Deutschland. Die Freude, das Interesse und die instrumentelle Motivation in Mathematik zeigen zwischen 2003 und 2012 in Deutschland keine Veränderungen, nahmen jedoch in denletzten 10 Jahren signifkant ab, begleitet von einem Anstieg der Ängstlichkeit. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in der Einschätzung der Jugendlichen wider, dass mathematische Kompetenz sich weniger durch Lernen verändern lässt. Aufgrund dieser Erkenntnisse wird ersichtlich, dass weitere Forschung notwendig ist, wie in der Schule wachstumsorientierte Selbstbilder und Motivation vermittelt werden könnten.
Keywords: ;
Mathematik
PISA-Studie
DDC Classification:
RVK Classification:
Type:
Contribution to an Articlecollection
Activation date:
February 3, 2026
Permalink
https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/112916