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Abschlussbericht: "Wann Mitarbeiter der IT eine zweite Chance geben: Theoretische Grundlagen, empirische Evidenz und Handlungsempfehlungen, warum Mitarbeiter die Unternehmens-IT nach erheblichen Unterbrechungen (nicht) wieder nutzen"
Maier, Christian (2026): Abschlussbericht: „Wann Mitarbeiter der IT eine zweite Chance geben: Theoretische Grundlagen, empirische Evidenz und Handlungsempfehlungen, warum Mitarbeiter die Unternehmens-IT nach erheblichen Unterbrechungen (nicht) wieder nutzen“, Bamberg: Otto-Friedrich-Universität, doi: 10.20378/irb-113093.
Author:
Other Contributing Persons:
Alternative Title:
Final report: "Completing the IS use lifecycle: Theoretical foundations, empirical evidence, and organizational guidance on why employees (don’t) use firm IT again after substantial interruptions"
Publisher Information:
Year of publication:
2026
Pages:
Language:
English
DOI:
Abstract:
Das Projekt entwickelt eine Theorie der Nutzungswiederaufnahme von Informationssystemen (IS) im Kontext der postpandemischen Rückkehr der Mitarbeitenden ins Büro, d. h. der Wiederaufnahme der Nutzung der unternehmensinternen IS. Um dieses Ziel zu erreichen, folgt das Projekt vier Phasen mit Fokus auf Wiederaufnahmetypen, theoretische Konzepte theoretische Mechanismen, Umweltfaktoren und organisationale Empfehlungen legen.
Eines der theoretischen Kernergebnisse ist, dass das Projekt zehn verschiedene Merkmale des IS-Nutzungsverhaltens identifiziert, die für das Verständnis der Wiederaufnahme relevant sind, von denen sieben als konsistent relevant für die Wiederaufnahme der IS-Nutzung erweisen. Die Analyse dieser Merkmale, einschließlich ihrer Ausprägungen, ergibt einer Typologie von fünf wiederkehrenden Mustern, die Konstruktklarheit und Randbedingungen für die nachfolgende Theorieprüfung liefern. Damit positionieren wir die Wiederaufnahme der IS-Nutzung formal als ein eigenständiges Verhalten nach der Unterbrechung am Arbeitsplatz und grenzt es von der fortgesetzten Nutzung und der vollständigen Einstellung ab.
Darüber hinaus gehen wir über die reine Kategorisierung hinaus und entwickeln eine theoretische Erklärung der Mechanismen der IS-Wiederaufnahme. Wir theoretisieren drei Pfade, überlegte Handlung (reasoned action), erfahrungsbasiert (experiential) und gewohnheitsmäßig (habitual), und zeigen, dass subjektive Norm und Einstellung die Wiederaufnahmeabsicht direkt beeinflussen, und dass die vorherige Zufriedenheit mit dem System die Einstellung der Einzelnen zur Wiederaufnahme der Nutzung stärkt. Wir trennen die Wiederaufnahmeabsicht explizit vom Verhalten im Kontext der IS-Wiederaufnahme, wodurch eine Perspektive entsteht, die sich von Forschung zu kontinuierlicher Nutzung unter ununterbrochenen Bedingungen unterscheidet. Zudem untersuchen wir, wie externe Ereignisse die Wiederaufnahme beeinflussen. Die Analyse von System-Updates als saliente externe Ereignisse zeigt, wie unterschiedliche Formen des wahrgenommenen Werts die Wiederaufnahmeabsicht beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass der hedonische und der informationelle Wert die Absicht zur Wiederaufnahme der IS-Nutzung signifikant beeinflussen. Dies etabliert eine Kette von Mechanismen, die den Wiederaufnahmeprozess basierend auf einer theoretischen Logik erklärt, im Sinne einer Typ-IV-Theorie.
Für die Praxis übersetzen wir die Theorie in umsetzbare Gestaltungsprinzipien und Unterstützungsrichtlinien. Die Typologie ermöglicht es Führungskräften, den jeweiligen Wiederaufnahmetyp zu identifizieren und die wirksamsten Stellhebel auszuwählen.
Eines der theoretischen Kernergebnisse ist, dass das Projekt zehn verschiedene Merkmale des IS-Nutzungsverhaltens identifiziert, die für das Verständnis der Wiederaufnahme relevant sind, von denen sieben als konsistent relevant für die Wiederaufnahme der IS-Nutzung erweisen. Die Analyse dieser Merkmale, einschließlich ihrer Ausprägungen, ergibt einer Typologie von fünf wiederkehrenden Mustern, die Konstruktklarheit und Randbedingungen für die nachfolgende Theorieprüfung liefern. Damit positionieren wir die Wiederaufnahme der IS-Nutzung formal als ein eigenständiges Verhalten nach der Unterbrechung am Arbeitsplatz und grenzt es von der fortgesetzten Nutzung und der vollständigen Einstellung ab.
Darüber hinaus gehen wir über die reine Kategorisierung hinaus und entwickeln eine theoretische Erklärung der Mechanismen der IS-Wiederaufnahme. Wir theoretisieren drei Pfade, überlegte Handlung (reasoned action), erfahrungsbasiert (experiential) und gewohnheitsmäßig (habitual), und zeigen, dass subjektive Norm und Einstellung die Wiederaufnahmeabsicht direkt beeinflussen, und dass die vorherige Zufriedenheit mit dem System die Einstellung der Einzelnen zur Wiederaufnahme der Nutzung stärkt. Wir trennen die Wiederaufnahmeabsicht explizit vom Verhalten im Kontext der IS-Wiederaufnahme, wodurch eine Perspektive entsteht, die sich von Forschung zu kontinuierlicher Nutzung unter ununterbrochenen Bedingungen unterscheidet. Zudem untersuchen wir, wie externe Ereignisse die Wiederaufnahme beeinflussen. Die Analyse von System-Updates als saliente externe Ereignisse zeigt, wie unterschiedliche Formen des wahrgenommenen Werts die Wiederaufnahmeabsicht beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass der hedonische und der informationelle Wert die Absicht zur Wiederaufnahme der IS-Nutzung signifikant beeinflussen. Dies etabliert eine Kette von Mechanismen, die den Wiederaufnahmeprozess basierend auf einer theoretischen Logik erklärt, im Sinne einer Typ-IV-Theorie.
Für die Praxis übersetzen wir die Theorie in umsetzbare Gestaltungsprinzipien und Unterstützungsrichtlinien. Die Typologie ermöglicht es Führungskräften, den jeweiligen Wiederaufnahmetyp zu identifizieren und die wirksamsten Stellhebel auszuwählen.
GND Keywords: ; ;
Informationssystem
Wiederaufnahme
Nutzung
Keywords:
IS use resumption
DDC Classification:
RVK Classification:
Type:
Verschiedenartige Texte
Activation date:
February 27, 2026
Permalink
https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/113093