Detscher, EllaEllaDetscher2026-01-082026-01-082025978-3-98989-090-9978-3-98989-091-6https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/112282Der Beitrag stellt dar, wie lesbische Frauen Zugehörigkeit und Heimat in der alt-katholischen Kirche aushandeln – einer Kirche, die sich formell zur Inklusion queerer Menschen bekennt. Anhand narrativer Interviews mit neun queeren Frauen zeigt die Arbeit, wie Erfahrungen von Anerkennung, Normalität und Ambivalenz erzählerisch verarbeitet und gedeutet werden. Leitend erweist sich dabei der Anspruch an Authentizität, sowohl in der Erzählung als auch als moralischer Anspruch nicht nur in Bezug auf religiöse Identität, sondern auch im Zusammenspiel mit geschlechtlicher, sexueller und feministischer Positionierung. Die Interviewten artikulieren Beheimatung als einen dynamischen Prozess zwischen individueller Aneignung, strukturellen Rahmenbedingungen und kollektiv geteilten Narrativen. Dabei erweist sich die Nicht-Thematisierung von Queerness zugleich als Strategie der Zugehörigkeit wie als Ausdruck struktureller Unsichtbarkeit. Sichtbarkeit wiederum wird als Beitrag zur Prüfung, Selbstverortung und kollektiven Ermöglichung gedeutet. Die Arbeit zeigt Beheimatung in der alt-katholischen Kirche als fortwährende narrative, moralische und soziale Aushandlung.deualt-katholischqueere Frauen*AuthentizitätIdentitätnarrative Interviews200„Ist hier kein Thema.“ : Aushandlungen kirchlicher Zugehörigkeit lesbischer Frauen in der alt-katholischen Kirchebookpart