Paetsch, JenniferJenniferPaetsch0000-0001-8599-147XKempert, SebastianSebastianKempert2024-10-082024-10-082024https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/98419Ein wesentlicher Erklärungsfaktor für die geringeren mathematischen Leistungen von Lernenden nicht-deutscher Familiensprache sind ihre weniger gut ausgeprägten sprachlichen Kompetenzen in der Instruktionssprache. Allerdings fehlt es an Untersuchungen, welche die längsschnittlichen Zusammenhänge zwischen verschiedenen sprachlichen und mathematischen Fähigkeitsfacetten in dieser Population abbilden. Die Studie untersucht deshalb das komplexe Zusammenhangsgefüge zwischen Wortschatz- und Grammatikkenntnissen, Leseverständnis und den mathematischen Fähigkeiten in Arithmetik, Textaufgaben sowie Fachwortschatzkenntnissen an einer Stichprobe von 370 Grundschulkindern nicht-deutscher Familiensprache anhand eines Cross-Lagged-Panel-Designs mit drei Messzeitpunkten. Dabei zeigte sich unter Kontrolle der allgemeinen kognitiven Grundfähigkeiten und der Vorleistungen, dass allgemeine Wortschatzkenntnisse einen signifikanten Beitrag zur Vorhersage der Fähigkeit Textaufgaben zu lösen und der Fachwortschatzkenntnisse leisteten (kreuzverzögerte Pfade). Gleichzeitig erwies sich Grammatikkompetenz als signifikanter Prädiktor für spätere Fachwortschatzkenntnisse. Die untersuchten sprachlichen Teilkompetenzen hatten hingegen keinen Vorhersagewert für die spätere Arithmetikleistung. Ein reziproker Effekt konnte für Fachwortschatz und den allgemeinen Wortschatz gefunden werden. Signifikante Zusammenhänge der Residuen von Textaufgaben und Fachwortschatz mit den Residuen der sprachlichen Fähigkeitsfacetten zum zweiten und dritten Messzeitpunkt weisen darauf hin, dass die Leistungszuwächse miteinander assoziiert sind.Weak language skills in the language of instruction are assumed to be a key factor in contributing to the lower mathematics competencies of second language learners. However, the longitudinal contribution of specific language skills, such as reading comprehension and vocabulary knowledge to the acquisition of mathematics competencies is not clear. This study examined the longitudinal relations between vocabulary knowledge, grammar proficiency, reading comprehension, and mathematics competencies of second language learners using a sample of 370 third-grade students from immigrant families. The results from a cross-lagged panel model with three time-points show that general vocabulary knowledge predicted mathematics performance (word problem solving and subject-specific vocabulary) after controlling for general cognitive abilities and preliminary skills. Additionally, grammar proficiency predicted significantly subject-specific vocabulary. None of the included language skills were associated with later arithmetic skills. A reciprocal lagged correlation was found between general vocabulary knowledge and subject-specific vocabulary. Moreover, findings suggest that changes in language skills were significantly correlated with changes in mathematical word problem solving and subject-specific vocabulary.deuMathematisches LernenSprachkompetenzenGrundschulenicht-deutsche FamilienspracheFachwortschatzmathematical learningelementary schoollanguage skillsmultilingual studentssubject-specific vocabulary150Längsschnittliche Zusammen­hänge von Wortschatz, Grammatik und Leseverständnis mit mathematischen Fähigkeiten bei Grundschulkindern mit nicht-deutscher Familiensprachearticleurn:nbn:de:bvb:473-irb-984192