Wurdak, MaraMaraWurdak2019-09-192017-03-032017https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/41421Kumulative Dissertation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2016Zusammenfassung Hintergrund & Methoden Riskanter Alkoholkonsum ist unter Jugendlichen in Deutschland stark verbreitet und kann eine Reihe von negativen kurz- und langfristigen Konsequenzen nach sich ziehen. Dies macht die Notwendigkeit von Präventionsprogrammen deutlich. Ein Baustein des Präventionsprojektes „HaLT – Hart am LimiT“ zielt auf eine Reduktion riskanter Konsummuster von Jugendlichen ab, die aufgrund einer Alkoholintoxikation in ein Krankenhaus eingeliefert worden sind, und umfasst stationäre und post-stationäre Angebote für Jugendliche und ihre Eltern. Im Rahmen der vorliegenden Dissertation wurden drei umfassende Studien durchgeführt, die Erkenntnisse zu den Themen (1) Kurzintervention am Krankenbett, (2) Booster-Intervention und (3) Elternintervention liefern. Für die Kurzintervention am Krankenbett für Jugendliche, die aufgrund einer Alkoholintoxikation stationär behandelt werden, wurde eine trinkmotivbasierte Erweiterung entwickelt und in einem randomisiert-kontrollierten Design evaluiert (1). Die Effektivität von Booster-Interventionen im post-stationären Setting wurde in einer kontrollierten Studie untersucht (2). Das Elterngespräch wurde im Sinne einer universellen Präventionsmaßnahme um eine E-Mail-basierte Intervention ergänzt, deren Evaluation in einem randomisiert-kontrollierten Studiendesign erfolgte (3). Ergebnisse & Schlussfolgerung Die trinkmotivbasierte Erweiterung der Kurzintervention am Krankenbett führte, zumindest bei den Mädchen, zu einer Reduktion der Häufigkeit des Alkoholkonsums und des Rauschtrinkens (1). Teilnehmer an der post-stationären Booster-Intervention profitierten im Hinblick auf ihr Rauschtrinkverhalten (2). Die E-Mail-basierte Elternintervention wirkte sich positiv auf die Informiertheit, Selbstwirksamkeit und alkoholbezogene Regelsetzung der teilnehmenden Eltern und das Rauschtrinkverhalten der männlichen Jugendlichen aus (3). Die Stärken der Studien (wie z.B. das feldexperimentelle Design) zogen Limitationen bei der Interpretation der Ergebnisse (wie z.B. geringe Rücklaufquoten) nach sich, die, ebenso wie etwaige Modifizierungen der Maßnahmen, Bestandteil künftiger Forschungsarbeiten sein sollten, damit die Wirksamkeit der motivbasierten Erweiterung, der post-stationären Booster-Intervention und der E-Mail-basierten Elternintervention hinsichtlich aller relevanter Kriterien in der gesamten Zielgruppe bestätigt werden kann.Abstract Background & Methods Harmful alcohol consumption is a widespread phenomenon among German adolescents and may have negative short and long-term consequences. This underlines the need for prevention programs. One element of the “HaLT” prevention project is intended to reduce risky drinking patterns of adolescents admitted to hospital due to alcohol intoxication and includes inpatient and post-inpatient measures for adolescents and their parents. As part of this dissertation, three comprehensive studies were conducted resulting in findings related to the topics of (1) brief bedside interventions, (2) booster interventions and (3) parent interventions. A drinking-motivetailored add-on to the brief bedside intervention for adolescents admitted to hospital due to alcohol intoxication was developed and evaluated in a randomised controlled trial (1). The effectiveness of booster interventions in a post-inpatient setting was analysed in a controlled study (2). As part of a universal prevention approach, the parent interview was complemented by an e-mail-based intervention, which was evaluated in a randomised controlled study design (3). Results & Conclusion The drinking-motive-tailored add-on to the brief bedside intervention resulted in a reduction in the frequency of alcohol consumption and heavy episodic drinking at least among girls (1). Participants in the post-inpatient booster intervention benefited with regard to heavy episodic drinking (2). The e-mail-based parent intervention had positive effects on the parents’ scores for being informed, self-efficacy and alcohol-related rule-setting and on the heavy episodic drinking of their male offspring (3). The strengths of the studies, such as their field-study character, also imposed limitations on the interpretation of the results such as low response rates, which should – alongside possible modifications of the interventions – be the subject of future research in order to prove the effectiveness of the drinking-motive-tailored add-on, the post-inpatient booster intervention and the e-mail-based parent intervention with regard to all relevant criteria in the whole target sample.deuAlkoholkonsum, Jugendliche, Präventionalcohol use, adolescents, prevention150Riskanter Alkoholkonsum im Jugendalter : Entwicklung und Evaluation von Präventionsangeboten für Jugendliche und ihre Elterndoctoralthesisurn:nbn:de:bvb:473-opus4-483214