Reinders, JudithJudithReinders2026-01-082026-01-082025978-3-98989-090-9978-3-98989-091-6https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/112263Im Aufsatz wird die heilige Kümmernis, eine legendäre Figur aus dem Spätmittelalter, in einer interdisziplinären Untersuchung betrachtet, in der vor allem die Bereiche Geschichte, Theologie und Geschlechterforschung miteinander verknüpft werden. Im Fokus stehen die Auswirkungen der Legende auf den damaligen und heutigen Geschlechterdiskurs. Dabei wird die Bedeutung der Heiligen für die kulturelle Identität sowie die Theologie von Christ*innen vom Mittelalter bis heute analysiert. Der Bart wird als Zeichen von Männlichkeit und Macht sowie als Symbol der imitatio Dei in den Blick genommen. Durch die Figur wird das Verständnis von Geschlechtlichkeit im Spätmittelalter sowie die Durchbrechung dieser Kategorie durch den Bartwuchs deutlich. Die Legende der Heiligen löst bis heute Debatten über Geschlechterrollen und Geschlechtsidentitäten aus. Ihre Geschlechterfluidität zeugt von einer Komplexität und Vielschichtigkeit der Geschlechterbinaritäten in spätmittelalterlichen Wundergeschichten. Die Legende eröffnet einen Raum für die Neuinterpretation vorherrschender Geschlechtermodelle.deuQueerHeiligeMittelalterFrauenforschungcrossdressingBart200Die bärtige Heilige als inklusive Erlöserin? : Forschung zu Legende und Kult um die heilige Kümmernisbookpart