Rothenberger, LianeLianeRothenberger0000-0002-4222-50942026-04-022026-04-022026https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/114548Wie Medien über Terrorismus und über Terroristen (gruppen) berichten, hat entscheidenden Einfluss auf die Rezipientenwahrnehmung eines bestimmten Ereignisses. Sprache, so die Annahme des linguistischen Konstruktivismus, bildet Realität nicht ab, sondern dient als Kommunikationsinstrument. Bestimmte ‘Labels’, für die sich die Journalisten entscheiden, determinieren den Rahmen, den Frame, in dem das Publikum das in den Medien dargestellte Ereignis wahrnimmt. Vorgegebene Schlagworte werden von den Medien und, dem Nachrichtenfluss folgend, schließlich auch in der interpersonalen Kommunikation übernommen. In diesem Beitrag werden verschiedene Ansätze und Studien aus Journalismusforschung und Sprachwissenschaft zum Themenkomplex ‘Terrorismusberichterstattung’ vorgestellt. Dabei stehen zuerst die Diskursebenen, dann Präsentationsmodi (wie Narrativität oder Mythen) und schließlich Quellenwahl und Wortwahl im Fokus. Hiermit wird der Breite der Selektionsentscheidungen an verschiedenen Stellen im Produktionsprozess Rechnung getragen. Eine eigene Untersuchung dokumentiert mit Hilfe von semantischen Differentialen, die acht Polaritätspaare enthielten, inwieweit ein einzelner Begriff ein völlig anderes Deutungsschema hervorrufen kann. Dabei erzeugte der Begriff ‘Selbstmordattentäter’ die negativsten, der Begriff ‘Freiheitskämpfer’ die positivsten Konnotationen. Ein zweiter Teil der Studie erforschte den aktiven Begriffspool der Rezipienten hinsichtlich der Benennung von sieben Terroristengruppen.deuTerrorismusJournalismusSemantisches DifferentialTerrorismusberichterstattung : Diskurse, Mythen und Rhetorik-Kämpfearticleurn:nbn:de:bvb:473-irb-114548x