Gawenat, TanjaTanjaGawenat2026-05-272026-05-272026978-3-98989-104-3978-3-98989-105-0https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/114061Dissertation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2022Skandale sind ein fester Bestandteil politischer Kommunikation und treten besonders häufig in Wahlkampfzeiten auf. Dennoch ist bislang wenig darüber bekannt, welche Rolle Skandalisierungen aus Sicht professioneller Wahlkampfakteure spielen und wie sie strategisch eingesetzt werden. Die vorliegende Arbeit untersucht daher, inwiefern Skandalisierung als Methode im deutschen Bundestagswahlkampf genutzt wird. Grundlage der Untersuchung bilden qualitative Experteninterviews mit Wahlkampfstrategen, Journalisten und Agenturvertretern, die mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Die Untersuchung zeigt, dass Personalisierung, Digitalisierung und Skandalisierung zentrale und eng miteinander verbundene Elemente moderner Wahlkämpfe sind. Der Spitzenkandidat steht dabei im Zentrum der politischen Kommunikation und ist zugleich besonders anfällig für Skandalisierungen. Digitale Medien beschleunigen und verstärken entsprechende Dynamiken, wodurch Monitoring, strategische Kommunikation und professionelles Skandalmanagement an Bedeutung gewinnen. Skandalisierungen stellen damit sowohl ein Risiko als auch eine strategische Ressource im Wettbewerb politischer Akteure dar. Die Studie liefert damit eine empirische Grundlage für die Analyse strategischer Skandalisierungen in Wahlkämpfen und eröffnet zugleich Anknüpfungspunkte für die weitere kommunikationswissenschaftliche Forschung zu politischen Skandalen.deuSkandalisierungWahlkampfkommunikationNegative CampaigningPolitische KommunikationBundestagswahlkampfSkandalReputationsmanagementPolitskandal070Skandalisierung als Methode im Wahlkampf : eine Befragung von Wahlkampfstrategen und Journalisten zu den Bundestagswahlen 1990 bis 2017doctoralthesisurn:nbn:de:bvb:473-irb-114061x