Potempa, AlinaAlinaPotempaKleinehagenbrock, FrankFrankKleinehagenbrock2026-01-082026-01-082025978-3-98989-090-9978-3-98989-091-6https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/112259Vorgestellt wird ein geschichtswissenschaftliches Konzept zur Erforschung der Rolle der katholischen Kirche in den Debatten um Reform, Abschaffung und Beibehaltung von Paragraf 175 zwischen 1969 und 1994 in der Bundesrepublik, das bei der Forschungsstelle der Kommission für Zeitgeschichte in Bonn entworfen wurde. Geprüft werden soll, inwiefern religiös motivierte Positionen und daraus resultierende Agitationen dazu beitrugen, dass der Paragraf erst 25 Jahre nach seiner ersten Reform gänzlich abgeschafft wurde. In den Blick genommen werden wird neben der gesellschaftspolitischen auch die innerkirchliche Ebene, wo erstens die Verhandlung des Themas Homosexualität, zweitens der kirchliche Umgang mit homosexuellen Katholik*innen und drittens der Umgang homosexueller Katholik*innen mit der Kirche untersucht werden. Dabei gilt es, Wechselwirkungen zwischen innerkatholischen und gesamtgesellschaftlichen Debatten zu erforschen. Mit dem Forschungskonzept soll einerseits zur Aufarbeitung von Diskriminierungs-und Verfolgungserfahrungen queerer Menschen im jüngeren bundesrepublikanischen Kontext beigetragen werden. Andererseits wird ein signifikanter Erkenntnisgewinn sowohl für die historische Katholizismusforschung als auch für die Queere Zeitgeschichte angestrebt.deuParagraf 175HomosexualitätKatholizismuskatholische KircheKirchliche ZeitgeschichteQueere Zeitgeschichte200Gesetz, Moral und gesellschaftlicher Wandel : Die katholische Kirche, der Paragraf 175 und das Thema Homosexualität 1969–1994; Vorstellung eines Forschungskonzeptsbookpart