Potschka, ChristinaChristinaPotschka2026-02-102026-02-102026https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/113066Weltweit entwickeln Forscher eine Vielzahl von Roboter-Tieren, die nicht ausschließlich Fähigkeiten von natürlich vorkommenden Tieren besitzen, sondern diese in Zukunft übertreffen sollen. Der technische Fortschrittund die damit einhergehenden steigenden Fähigkeiten von menschlich konstruierten, künstlich intelligenten Tieren führen zu einem vermehrten Einsatz von Roboter-Tieren sowohl in der menschlichen wie auch in der tierischen Lebenswelt. Optisch gleichen Roboter-Tiere natürlich entwickelten Tieren. Wie sich Roboter-Tiere im Vergleich zu natürlich entwickelten Tieren unterscheiden und weshalb sie Teil des tierethischen Diskurses sein sollen, wird im Folgenden dargelegt. Hierzu wird zunächst geklärt, was unter natürlich vorkommenden Tieren zu verstehen ist und welche Arten von Roboter-Tieren es bisher gibt. Anschließend werden Eigenschaften und Fähigkeiten von natürlich vorkommenden Tieren herausgearbeitet und mit denen von Roboter-Tieren verglichen. In einem dritten Schritt wird mittels einer Studien- und Wildtierdokumentationsanalyse überprüft, inwieweit Menschen und Tiere Roboter-Tiere akzeptieren, mit ihnen interagieren und arteigene Eigenschaften auf sie attribuieren. Die Analyse wird zeigen, dass es, ähnlich wie bei Menschen den Anthropomorphismus, im Tierreich den Animal-Morphismus, kurz „Animorphismus“, gibt. Abschließend werden zwei tierethische Ansätze herangezogen, um aufzuzeigen, inwiefern Roboter-Tieren ein inhärenter Wert und moralischer Status zusteht.deuRoboter-Tiere100Roboter-Tiere mit künstlicher Intelligenz (KI) : verheißungsvolles Experiment oder technisches K. O.?bookparturn:nbn:de:bvb:473-irb-113066x