Von den Elternbriefen zur Familienarbeit : Inhalte, Organisation, Wirkungsweise der Familienbildung




Faculty/Professorship: State Institute for Family Research at the University of Bamberg (ifb)  
Author(s): Bierschock, Kurt; Oberndorfer, Rotraut; Walter, Wolfgang
Corporate Body: Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb)
Publisher Information: Bamberg : Otto-Friedrich-Universität
Year of publication: 2022
Pages: 69
Series ; Volume: Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb): ifb-Materialien ; 1998,2 
Source/Other editions: Auch erschienen als Druckausgabe: Bamberg : Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb), 1998. - ISSN: 2566-6061
Year of first publication: 1998
Language(s): German
DOI: 10.20378/irb-54301
Licence: Creative Commons - CC BY - Attribution 4.0 International 
URN: urn:nbn:de:bvb:473-irb-543013
Abstract: 
Die drei Beiträge dieses Materialienbandes bilden den Zwischenbericht des ifb-Forschungsprojektes „Elternbriefe als Medium integrierter Familienarbeit. Ihr Einsatz und ihre Wirkung im Rahmen des § 16 KJHG“ und befassen sich mit der Rahmenfragestellung des Projektes, der inhaltlichen Analyse von Elternbriefen und dem Stand der Umsetzung des § 16 (Kinder- und Jugendhilfegesetz, KJHG) vor allem in der öffentlichen Jugendhilfe.
Im ersten Beitrag stellt Wolfgang Walter zunächst den Forschungsstand hinsichtlich der rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen der Familienbildung, der Rezeption der Elternbriefe und der Implementation des § 16 dar. In Anschluß daran wird auf den Forschungsbedarf verwiesen und das Untersuchungsdesign vorgestellt. Das Forschungsinteresse gilt zwei Fragen: 1. Inwieweit ist Familienarbeit angesichts der gewachsenen Pluralität von Familienformen, -konstellationen und –situationen bedarfsgerecht? 2. Welche Schritte der Vernetzung von öffentlichen und freien Jugendhilfeträgern, die darauf abzielt, Familien realitätsnäher zu unterstützen, sind unter den gegebenen Rahmenbedingungen notwendig und möglich?
Der Beitrag von Rotraut Oberndorfer hat die Inhaltsanalyse der sogenannten „Peter-Pelikan-Briefe“ hinsichtlich ausgewählter Erziehungsziele zum Gegenstand - im Vergleich zu zwei weiteren Elternbriefserien. Neben der Analyse der jeweiligen Sichtweise der Geschlechtsrollen der Eltern wird vor allem die Ratgeberfunktion der Elternbriefe beleuchtet, um zu klären, inwieweit die Briefe ein adäquates Medium für die Vermittlung von situationsbezogenen Informationen für die Unterstützung des Sozialisationsprozesses darstellen.
Der Beitrag von Kurt P. Bierschock untersucht am Beispiel des § 16 KJHG die Umsetzung des gesetzlichen Auftrages des KJHG durch die Jugendämter, wobei es in erster Linie um Organisations- und Koordinationsprozesse sowie um Perspektiven der wechselseitigen Integration hinsichtlich der Sicherstellung angemessener Angebote der Familienbildung geht.
Aus den hier vorgestellten Studien können folgende Schlußfolgerungen gezogen werden: Die untersuchten Elternbriefe der „Peter-Pelikan-Serie“ sind sehr gut geeignet, Eltern auf ihre Erziehungsaufgaben vorzubereiten. Die Empfehlungen entsprechen dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und sind verständlich und praxisnah formuliert. Im Vergleich der „Peter-Pelikan-Briefe“ mit anderen Elternbriefen fielen an wenigen Stellen (Geschlechtsrollen, Einbeziehung der Umwelt) alternative Darstellungsmöglichkeiten auf. Das hauptsächliche Problem der Nutzung der Elternbriefe als integratives Medium der Familienbildung liegt beim jetzigen Kenntnisstand in der Vernetzung und Koordination der entsprechenden Familienbildungsangebote auf örtlicher Ebene. Hier sind insbesondere die Jugendämter gefordert, diese Vernetzung und Koordination besser zu gewährleisten. In späteren Forschungsschritten sollen diese Aspekte näher untersucht werden.

This volume consists of three contributions dealing with the interrelations and the opportunities of networking between 1. age-paced parental letters, 2. local youth authorities in Bavaria, and 3. organizations providing family education. These articles constitute a preliminary report on the findings of a research project conducted by the State Institute for Family Research at the University of Bamberg.
Wolfgang Walter’s article presents an overview of research on family education and on the evaluation of the implementation of the German Child Welfare Law (Kinder- und Jugendhilfegesetz, KJHG). His prime focus of analysis is on the evaluation of the righteous balance between demand and supply (‘Bedarfsgerechtigkeit’).
Rotraut Oberndorfer analyses the content of three different sets of parental letters focussing on the advisory role these letter play for parents with regard to the support of their task of socializing children.
Kurt P. Bierschock’s article deals with the implementation of measures of family education by youth authorities in comparison with the legal prescriptions (KJHG). The author also reflects on the possible extent of networking between local youth authorities and organizations offering family education.
GND Keywords: Bayern; Elternbrief; Elternbildung
Keywords: Elternbriefe, Familienarbeit, Familienbildung
DDC Classification: 370 Education  
RVK Classification: DW 1750   
Type: Workingpaper
URI: https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/54301
Release Date: 1. July 2022

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